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Pressespiegel
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| unaufgefordert, 13.07.2007 |
Geld, Liebe, Dreck Drei Philosophie-Studenten kochen, basteln und denken. Die Ergebnisse kann man dann im Großstadt-Magazin »Facette« nachlesen. Die meisten Studierenden, die ein Unternehmen gründen, sind BWLer. Immerhin ist der harte Wirtschaftskampf ihr tägliches Brot. Drei Studenten der Philosophie aber fallen in der Reihe der Wirtschaftseinsteiger gehörig aus dem Rahmen. Die Rede ist von Onno Berger (26), Philip Jaeger (25) und Christoph Schmaus (25). Die Philosophiestudenten machten sich gerade Gedanken um eine ungewisse Zukunft in der Welt des Journalismus, als ihnen die Idee kam: Machen wir doch einfach selber ein Magazin, sagten sie sich. »Das hatte ich eigentlich gar nicht so ernst gemeint«, erinnert sich Christoph. Trotzdem wurde in der anschließenden Logik-Vorlesung die Idee zum Konzept. Ein monothematisches Magazin sollte die facette werden, für junge Großstadtmenschen und mit einem »ganzheitlichen Ansatz«: »Wir haben versucht, dieses eine Thema aus allen Richtungen zu begreifen, nicht nur theoretisch, sondern auch sinnübergreifend, nicht nur kulturell und politisch-gesellschaftlich, sondern auch kompositorisch«, sagt Philip. >> Deswegen wird im Magazin auch schon mal ein Kreuzworträtsel und ein Musikstück zum Thema komponiert. Gekocht und gebastelt wird sowieso immer. Mit purem Ernst übrigens, wie Christoph betont: Alle Basteltipps werden redaktionell getestet und die Rezepte vor- und nachgekocht. »Am Anfang haben uns ein paar unserer Freunde nicht ganz für voll genommen«, sagt Onno. An der ersten Online-Ausgabe der Facette arbeiteten kaum mehr als vier Leute. Vielleicht war das auch ganz gut. So konnten sie auf einen Schlag jede Menge journalistische Erfahrung sammeln, die hatte ihnen anfangs nämlich gefehlt. Und sie haben schnell gemerkt, was sie können und was nicht. Zum Beispiel, dass sie aktuelle politische Reportagen wohl doch eher anderen überlassen sollte. »Dafür wissen wir besser, was in Berlin passiert«, sagt Philip. Mittlerweile steht ein Netzwerk von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinter jeder Ausgabe der Facette. »Wir haben vor den ganzen BWlern und Juristen, die wir kennen, eine eigene Firma gegründet. Vielleicht haben doch wir das Richtige studiert«, sagt Onno grinsend. Die ersten vier Ausgaben erschienen noch online. Seit sich im Januar Werbekunden fanden, erscheint die Facette viermal pro Jahr. Was als »selbstgebautes Praktikum« seinen Anfang nahm, hat inzwischen »Forumcharakter« angenommen: »Das Tolle ist, dass die Leute das Magazin nicht nur kaufen und gut finden, sondern auch Lust haben, mitzumachen. So können wir angehenden Journalisten, Fotografen und Zeichnern die Möglichkeit geben, gedruckt und veröffentlicht zu werden«, so Christoph. »Mut« ist nach »Geld«, »Liebe«, »Dreck« und zuletzt »Fliegen« das Thema der fünften Ausgabe. Auf hundert Seiten wird hier unter dem Motto »Denken.Kochen.Basteln.« »Facettenreicher Mut« gezeigt: Da ist beispielsweise die Geschichte einer Muslimin, die sich in Kreuzberg gegen Antisemitismus engagiert, oder die eines Mannes, der im Namen der Kunst in Windeln auf einem Eisblock steht. Dazu kommen Interviews, Comics, Fotostrecken, Rezensionen und eine Lifestyle-Rubrik, frei von »Trash-Hip-Journalismus«, wie Philip betont. Mit dem Erscheinen der Mut-Ausgabe feierte auch »facette.tv« Premiere: »Wir wollten unseren Ansatz durch Sehen, Hören und Filmen erweitern. Das Medium Internet-Fernsehen bietet die Möglichkeit, Heftbeiträge aus ganz neuer Perspektive weiterzuerzählen«, sagt Onno. In diesem Sinne kann man jetzt unter www.facette.tv unter anderem die Zubereitung von Hühnerfüßen im Wok verfolgen und das redaktionelle Programm mit selbstgedrehten Filmen ergänzen: Der geneigte User ist aufgefordert, Heldenmut bei einer ganz persönlichen Mutprobe unter Beweis zu stellen und diese als Video auf der Internetplattform zu präsentieren. Wem das nicht liegt: die Facette fordert auch zum Tanz auf. Jede Ausgabe wird mit einer Party gefeiert, einer Mottoparty natürlich. Mit dem aktuellen Heft feiern die Blattmacher wohl auch den eigenen Mut, etwas Neues zu wagen. Die Party zum Thema Dreck dürfte interessant gewesen sein. von Marie-Christine Tiemann |
| Motor FM, 01.04.2007 |
die facette zum Fliegen Halten Sie Ihren Tomatensaft fest - "Die Facette" hat das Fliegen gelernt. Mit allem, was dazu gehört: Höhenflüge und Abstürze, Helden und Abgase, Ängste und Euphorie. Hundert Seiten hoch und mit einer exzellenten Aussicht. Motor FM liest ausgewählte Artikel von den Überfliegern in der Rubirk "Lesen und Lesen lassen". |
| V.i.S.d.P. Magazin für Medienmacher, 03.11.2006 |
Im Dreck gewühlt Das Magazin DIE FACETTE Vom Hörsaal in die eigene Redaktion: Die drei Berliner Studenten Onno Berger, Christoph Schmaus und Philip Jaeger überlegen während einer Vorlesung, wie ihr eigenes Magazin aussehen würde und starten im Sommer 2004 DIE FACETTE. Die ersten vier Ausgaben werden im Internet veröffentlicht, Nummer fünf und sechs sind inzwischen auch als gedruckte Version zu kaufen. Mittlerweile rund 40 freie Mitarbeiter erschaffen viermal jährlich ein Heft in ungewöhnlichem DINA5-Querformat. Die Macher versuchen, Alltägliches mal anders zu sehen. Geld zum Beispiel oder Liebe. Der Untertitel ist Programm: Denken. Kochen. Basteln. So erfährt der Leser in der aktuellen Ausgabe zum Thema „Dreck“, wie Günter Wallraff das „im Dreck Wühlen“ zu einem festen Begriff gemacht hat. Oder warum Vegetarier Mörder sind. Wie man „Mannemer Dreck“ backt und sich dabei, dank der Schürzen- Bastelanleitung, nicht schmutzig macht. Die Fotostrecke „Aus der Gosse“ zeigt Rinnsteine in Vergrößerung, der Artikel „Bahnhof der Eitelkeiten“ ergründet, warum der fast klinisch reine Berliner Hauptbahnhof soziale Gegensätze nicht mehr aufeinanderprallen lässt. Erhältlich ist DIE FACETTE in Läden Berlins, Hamburgs und Kölns – oder im Internet. |
| tip campus Stadtmagzin, 15.10.2006 |
Existenzgründer Die Blattmacher Dass ihre Zeitschrift "die facette" eine berufliche Perspektive darstellen würde, daran dachten die Philosophiestudenten Onno Berger, Christoph Schmaus und Philip Jaeger nicht, als sie 2004 ihr Projekt ins Leben riefen. Sie saßen an einem sonnigen Tag im Logik-Seminar in der Humboldt-Uni. Statt sich nach Vorlesungsende über abstrakte Formeln auszutauschen, beschlossen sie, eine Zeitschrift zu gründen. "Wir haben immer schon gern geschrieben", sagt Berger. Journalistische Erfahrung hatten sie keine. Umso erstaunlicher, wie kreativ und handwerklich solide die "facette" wurde, die zunächst als Internet-Zeitung erschien. Die Autoren widmeten sich monothematisch mal kritisch, mal humorvoll zum Beispiel der "Liebe", dem "Geld" oder bald auch dem "Dreck" (Veröffentlichung am 24. Oktober). "Anfangs wurden wir von unseren Freunden belächelt, weil wir in ein scheinbar sinnloses Projekt investierten." Seit Januar 2006 erscheint "die facette" als Heft vierteljährlich im ungewöhnlichen DIN-A5-Querformat. Auch wenn sich das Thema von Ausgabe zu Ausgabe ändert, die Herangehensweise bleibt gleich: Unter dem Motto "Denken. Kochen.Basteln." enthält das heft auch eine Bastelecke, Kochrezepte und ein eigens komponiertes Musikstück in Notenform. Im "facette"-Umfeld agieren 30 freie Autoren und Layouter. Mittlerweile betreibt das Team ein Büro in der Kastanienallee. Aus dem Heft soll ein Verlag entstehen, der die noch ehrenamtliche Tätigkeit in eine entsprechendes Auskommen ummünzt. "Wir haben viele Freunde, die BWLer oder Juristen sind, aber von denen hat noch keiner seine eigene Firma", sagt Berger. Er und seine Blattmacher sind soweit. die facette, freie Mitarbeit in den Bereichen Redaktion und Event-Management. Release-Party zur Ausgabe "Dreck": 3.11. im Lovelite, Berlin-Friedrichshain, Eintritt: 5 Euro inkl. Magazin |
| Pro Campus-Presse, 01.06.2006 |
Rezension: Die gedruckte facette Geld oder Liebe? Das ist für Philip Jaeger, Onno Berger und Christoph Schmaus keine Frage der Entscheidung, sondern der Reihenfolge. Nachdem die Berliner Studenten sie im vergangenen Jahr als monothematisches Internetmagazin gestartet haben, erschien die facette im Januar 2006 erstmals auf Papier. Thema der Ausgabe: Geld. Seit einigen Wochen ist nun auch die zweite gedruckte facette für drei Euro an ausgewählten Kiosken erhältlich - diesmal dreht sich alles um die Liebe. Vom "Plädoyer für die unglückliche Liebe" über ein Interview mit Ex-"Wa(h)re Liebe"-Moderatorin Lilo Wanders alias Ernie Reinhardt bis zum selbstkomponierten Liebeslied wird das Thema titelgetreu aus allen Facetten betrachtet. Artikel wie "Die Liebe lüftet ihren Schleier" über die heimliche amouröse Revolution in der islamischen Welt lenken den Blick über den Tellerrand. Film- und Websitevorstellung, ein Kurzroman, aber auch ein "Liebesspiel für drei bis fünf Spieler im Alter von neun bis 99 Jahren" und sogar ein Kochrezept ("Cäsars Hühnchen") erweitern die inhaltliche Palette - und wahren den Sinn des Untertitels: "Denken.Kochen.Basteln." Den Machern ist zu wünschen, dass ihr mit Liebe gemachtes Heft am hart umkämpften Berliner Magazinmarkt auf genügend Gegenliebe trifft. Sonst müssen sie sich doch irgendwann zwischen Geld und Liebe entscheiden. |
| uni tip - Stadtmagazin tip, 18.04.2006 |
in Rubrik: unitip Lexikon Fa|cet|te, die; < Name eines Berliner Stadtmagazins> Mit Liebe ist die zweite Ausgabe des inhaltlich wie grafisch tollen Magazins "die facette" betitelt. Das von drei HU-Studenten konzipierte Heft im DIN-A5-Format, das nach einjähriger Aufbauphase im Internet im Eigenverlag publiziert wird, richtet sich an "junge Stadtmenschen", wie Redakteur Philip Jaeger sagt. Das Grundthema der Interviews, Reportagen und Bildergeschichten wechselt von Ausgabe zu Ausgabe: "Liebe" widmet sich dem Chatten im Orient, Vorteilen von Asexualität sowie Berlins Tempel der Lüste (das Ostgut). Außerdem enthält das Magazin Klaviernoten - ein Liebeslied zum Nachspielen. (SN) |
| taz, 08.02.2006 |
Komm, wir bauen uns ein Portemonnaie Denken, Kochen, Basteln: Mehr will das neue Gesellschaftsminimagazin Facette nicht - und hebt sich so angenehm ab Schon wieder ein neues Magazin: diesmal die Facette, das Themenheft aus der Wühlischstraße. Hach je, denkt man erst, hört denn diese Segmentierung auf dem Zeitschriftenmarkt niemals auf? Was denken sich diese Gründungseuphoriker eigentlich? Gibt es nicht schon genug arbeitslose Journalisten, die angesichts schlecht frisierter Arbeitsagentur-Sachbearbeiter oder weil gerade die begüterte Omi gestorben ist, irgendwann eine Zeitschrift gründeten? Wer soll das bloß alles lesen? Andererseits sehen die drei Punker auf dem Titel wirklich zu niedlich aus; eine Pressemitteilung behauptet außerdem, die Zeitschrift sei gar kein "selbst gebautes Praktikum". Also schlägt man sie doch mal auf, diese neue Facette der überfüllten Kiosk-Auslagen. Eigentlich ist sie ja auch nur ein Magazinchen, in ihrem handlichen DIN-A5-Format, zudem nur an wenigen großstädtischen Kiosken und im Internet zu beziehen. Die Macher sind keine Profijournalisten, sondern drei Studenten Anfang zwanzig. Onno Berger, Philip Jaeger und Christoph Schmaus dachten sich im Sommersemester 2004 während einer Logik-Vorlesung an der Humboldt-Uni ein Magazinkonzept aus. Dann riefen sie ein paar befreundete Grafiker, Fotografen und Comiczeichner an, brachten sich auf die Schnelle den Journalismus bei und veröffentlichten erst mal vier Ausgaben Facette - aus Kostengründen erst nur im Internet. Die erste Printausgabe ihres monothematischen Magazins schrieben sie zu drei Vierteln selbst voll. Da sich die Facette neben den Anzeigen vor allem über den Verkauf trägt und die drei Gründer ihr Projekt selbst vorfinanzieren mussten, hoffen sie nun, dass bald wenigstens wieder eine Null unterm Strich steht. Im ersten Heft, das am 11. Januar erschien, dreht sich alles um jenes Thema, an das man als Zeitschriftengründer halt am meisten denkt: Geld. Naturgemäß hat keiner der rund 25 freien Mitarbeiter, die sich für das Heft mit dem Thema befassten, für seine Arbeit welches gesehen. Trotzdem sind viele hübsche Beiträge entstanden, zum Beispiel eine Fotostrecke mit Bildern von Moos. Außerdem gibt es ein Interview mit Ulla Schmidt ("Was kostet Gesundheit?"), eins mit Tim Renner ("Was kostet Musik?") und eins mit Sarah Wiener ("Was kostet Essen?"). Dazu Texte über Studiengebühren, Banküberfälle oder den Kapitalismus im Allgemeinen. Als Themenheft und wegen der Bandbreite unterschiedlicher Text- und Bildformen erinnert das Heft ein wenig an Dummy. Wie aus der Facette-Redaktion zu hören ist, wirkte dieses neuere Gesellschaftsmagazin tatsächlich maßstabsetzend, auch wenn man mit solch einer Profi-Gazette bescheidenerweise gar nicht konkurrieren können will. Wie Dummy soll jedenfalls auch die Facette vierteljährlich erscheinen. In der nächsten Ausgabe, die Anfang April herauskommt, wird sich alles um die Liebe drehen. Da die wichtigste Handlungsmaxime in der Wühlischstraße genau wie der Untertitel der Facette "Denken. Kochen. Basteln" lautet, gibt es im aktuellen Geld-Heft nicht nur Futter fürs Köpfchen, sondern auch für zwischen die Zähne - ein Rezept für Arme Ritter. Und ganz hinten im Heft ist eine Bastelecke eingerichtet - diesmal mit Anleitung für ein Papier-Portemonnaie, genormt auf deutsche Personalausweisgröße. Durch solche hübschen Gimmick-Ecken und einen weiten, alltagsnahen Kulturbegriff hebt sich die Facette aufs Angenehmste von manchem routinierter entwickelten Magazin ab. "Mit dem Kochen soll die Leidenschaft ins Heft, mit dem Basteln ein Handlungsimpuls. Man kann schließlich viel reden und denken, genauso gut aber auch mal was tun", sagt Onno Berger. Stimmt eigentlich. Wer also was machen will, kann ja zur Releaseparty gehen. BRIGITTE PREISSLER Releaseparty am 10. Februar ab 23 Uhr im Senatsreservenspeicher, Cuvrystraße 3-4. |
| Uni-Spiegel, 06.02.2006 |
Geld trifft Geist Das Studienfach, der Herausgeber und der Erscheinungsort verpflichten. Deshalb muss wohl eine von Berliner Philosophiestudenten gemachte Zeitschrift so heißen: "die facette". Die drei angehenden Philosophen Onno Berger, 24, Philip Jaeger, 23 und Christoph Schmaus, 23, bereichern die florierende Kleinstverelgerszene um ein Magazin für den, so die eigene Zielgruppendefinition, "jungen, interessierten Stadtmenschen". Die Geschichte des Heftes begann im Sommer 2004 asl "Learning-by-doing-Prokjekt, um journalistische Erfahrungen zu sammeln", erzählt Philip Jaeger. "Zwischen zwei Vorlesungen hatte Christoph die Idee, ein monothematisches Online-Magazin zu machen". Mit jeder Ausgabe wuchs der Kreis der Leser und Autoren, so dass sich die Macher nun an den Kiosk wagen wollen. Die im praktischen Taschenformat erscheinende Zeitschrift kostet drei Euro. Folgerichtiges Thema zur ersten Nummer: Alles rund ums Geld. |
| tip Das Berlin-Magazin, 01.02.2006 |
in Rubrik: Berlin Lexikon F - Fa|cet|te, die; 1. kleine eckige Fläche, die durch das Schleifen eines Edelsteins entsteht; 2. Name eines neuen Berliner Stadtmagazins. An „junge interessierte Stadtmenschen“, sagt Redakteur Philip Jaeger, richte sich das Magazin „die facette“, das nach einjähriger Aufbauphase im Internet nun im Eigenverlag publiziert wird. Das Heft im DIN-A5-Querformat überzeugt nicht nur durch die verspielt platzierten Illustrationen und Fotos, sondern auch durch originelle Herangehensweisen an das von Ausgabe zu Ausgabe wechselnde Grundthema: Zum „Geld“ gibt’s Interviews u.a. mit Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Tim Renner, zackig geschrieben sind das Essay über die Geschichte des Bankraubs und eine Reportage über die Reise eines Hundert-Euro-Scheins durch die Welt. Ein überzeugender Auftakt ist den Jung-Journalisten von der Humboldt-Uni damit gelungen. Die Veröffentlichung wird am 10. Februar im ehemaligen Kreuzberger Senatsreservenspeicher gefeiert. die facette Preis: 3 €, erhältlich in ausgesuchten Geschäften und über www.diefacette.net. Release-Party am 10.2., 23 Uhr, ehemaliger Senatsreservenspeicher, Cuvrystraße 3-4, Kreuzberg. |
| Berliner Zeitung, 25.01.2006 |
Studentenfutter aus Friedrichshain Ein Magazin für junge Großstadtmenschen Was, bitteschön, haben Buletten aus Lammhack mit dem Thema "Feind" zu tun? In welchem Berliner Hotel hängen Betten, Tische und Stühle verkehrt herum an der Decke? Und lohnt es sich überhaupt noch, gegen Studiengebühren zu protestieren? Mal mehr, mal weniger befriedigende Antworten auf diese Fragen gibt das Magazin Die Facette. Am 11. Januar ist die erste Ausgabe des monothematischen Hefts erschienen, das von drei Studenten der Geisteswissenschaft der Berliner Humboldt-Universität ins Leben gerufen wurde. Für drei Euro kann man die Facette, die etwa vier Mal im Jahr erscheinen soll, in ausgesuchten Läden in Berlin und anderen deutschen Städten erwerben. Nach vier Online-Ausgaben, in denen mit dem "Feiern" oder dem "Reisen" die schönen Dinge des Lebens die Linie vorgaben, arbeitet sich die aktuelle gedruckte Ausgabe an einem weniger vergnüglichen Sujet ab, und zwar am lieben Geld. Im ungewöhnlichen DIN A5 Querformat liefert das Magazin mit der Devise "Denken. Kochen. Basteln." im Untertitel einen nach allen Seiten hin offenen Rundumschlag zum Thema Finanzen. Dieser schließt einen Essay zur Ökonomisierung des Privaten ebenso ein wie das Rezept der kostengünstigen Süßspeise "arme Ritter" oder den Bastelbogen für eine Papier-Geldbörse. Die kulinarischen und handwerklichen Tipps nehmen jedoch geringen Raum ein, was angesichts der eher albernen Bastelvorschläge kein großer Verlust ist. Lohnenswerter ist da schon die erfrischend unverblümte Kolumne "Tratsch mit Soße", die in der Printausgabe unter dem gelungeneren Titel "Kabinettstückchen" fortgeführt wird. Hier erklärt Christoph Schmaus die im Einstein-Jahr zig-mal durchgekaute Relativitätstheorie in selbstbewussten zwei Sätzen, beschreibt eine amüsante rot-grüne Kommune im toskanischen Olivenhain und spricht freimütig von der "wahnsinnigen" Gloria von Thurn und Taxis. Das Heft im Handtaschenformat will sich an "junge, interessierte Stadtmenschen" richten. Schwierig dürfte es aber sein, diese außerhalb der studentischen Klientel zu finden. Zwar ist der Artikel über das Für und Wider von Studiengebühren der einzige Beitrag, der direkt auf die Herkunft des Magazins aus dem universitären Umfeld verweist. Dennoch dürfte die stilistische und inhaltliche Mischung vor allem Berliner Studenten ansprechen: Akademisch angehauchte Essays stehen neben Berichten über typische Hauptstadtphänomene wie den florierenden Fahrradklau oder das Konzept der "Weinerei"-Lokale, in denen nach eigenem Ermessen bezahlt wird. Trotz begrenzter Zielgruppe stehen die Chancen der Facette nicht schlecht, ihre Leser zu finden. Dass Philip Jaeger, Onno Berger und Christoph Schmaus die Gründung des Magazins im Sommer 2004 "ohne große journalistische Erfahrung" angingen, merkt man der ersten Printausgabe kaum mehr an. Zu hoffen bleibt allerdings, dass die etwas beliebige Bildauswahl in Zukunft zu einer eigenen Note findet. Auf textlicher Ebene ist dies bereits gelungen. |
| Trüffeljäger, 11.01.2006 |
Das liebe Geld Drei Berliner Studenten sind seit heute Verleger. Die ersten vier Ausgaben erschienen online und überzeugten durch ihr pfiffiges Online-Konzept: „facette“ ( www.diefacette.net ), ein Magazin für „Denken, Kochen, Basteln.“ Bisher im Internet bejubelt, nun in der harten Realität angekommen: Die fünfte „facette“ wurde gedruckt und ging heute mit 1000 Exemplaren an Berliner Kioske. Keine Auflage die Großverleger beeindruckt. Macht nichts, sagen die Kleinverleger, drei Philosophiestudenten aus Berlin: Onno Berger (24) Christoph Schmaus (23) und Philip Jaeger (23). Die Printpremiere ist dem Thema Geld gewidmet, dazu äußern sich unter anderem Ulla Schmidt und Sarah Wiener (künftige Arte Fernsehköchin). Erster Sponsor: Die Commerzbank. Es gibt halt doch nette Geldhäuser. |
| text intern., 06.01.2006 |
Die Facette ...auf Papier Das Internetmagazin die facette erscheint am 11. Januar erstmals in gedruckter Form. Der monothematische Titel wird viermal pro Jahr produziert und präsentiert sich als Zeitschrift für „Ideen, Wissen und Lebenskunst”. Das Thema der ersten Printausgabe: Geld. Zielgruppe: „Wache Mittzwanziger und flotte Enddreißiger”. Redaktionssitz ist Berlin. Das Konzept entwickelten die Studenten Onno Berger (24), Philip Jaeger (23) und Christoph Schmaus (23) im Sommer 2004. Die Papierversion erscheint im DIN A5-Querformat. Erhältlich ist das Heft in ausgesuchten Presse-, Musik- und Modeläden sowie per Bestellung über die Homepage diefacette.net. Der Copypreis liegt bei 3 Euro. |
| V.i.S.d.P. Magazin für Medienmacher, 01.12.2005 |
Gedrucktes Internet Wer heute Journalist werden will und darum eine Studentenzeitung gründet, tut das selbstverständlich im Internet: die Kosten sind niedrig. Wenn diese Studentenzeitung aber so erfolgreich ist wie diefacette.net aus Berlin, liegt der Gedanke nahe, ein „richtiges“ Magazin herauszugeben, es also zu drucken. „Wir hatten 4.000 Leser pro Ausgabe. Das hat uns Mut gemacht, ein Magazin zum Anfassen zu machen“, sagt Philip Jaeger, 23, Philosophiestudent und neben Onno Berger, 24, und Christoph Schmaus, 23, Herausgeber der Zeitschrift. Aus dem Onlinemagazin hatte sich ein kreatives Netzwerk aus 25 Autoren und Fotografen entwickelt, die nun viermal im Jahr an einer neuen monothematischen Ausgabe arbeiten. die facette erscheint in vierfarb-druckqualität im Querformat. 3 Euro soll jedes der tausend Exemplare kosten, die vom 11. Januar in Berlin ausliegen. |